FDP — Partei der zweiten Wahl: Ein Beitrag zur Geschichte by Jürgen Dittberner

By Jürgen Dittberner

Die Funktion der FDP im Parteiensystem der Bundesrepublik wird anhand ihrer Geschichte analysiert. Daß die FDP neben den großen Parteien CDU/CSU und SPD überlebte, wird mit ihrer Rolle als Mehrheitsbeschaffer einer dieser beiden Hauptparteien erklärt."Bemerkenswert offen und nüchtern beschreibt Jürgen Dittberner (...) Geschichte, Struktur und Rolle der Freien Demokraten im bundesdeutschen Parteisystem. Als gelernter Soziologe, der sich intensiv mit den parteipolitischen Gebilden in der Bundesrepublik befaßt hat und auf eine lange Karriere in der Berliner FDP zurückblicken kann, bringt Dittberner gleichermaßen das praktische wie das theoretische Rüstzeug mit für seine Analyse."Neue Züricher Zeitung 27./28.6.1987

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J anuar 1960 in Stuttgart wm Bundesvorsitzenden gewahlt. Mit Unterstiitzung des aus dem Amt geschiedenen Bundesprasidenten Heuss ("In seinem Geist mit neuer Kraft") zag Mende fiir die FDP in den personalisierten Bundestagswahlkampf 1961. In der Oppositionszeit hatte die FDP zwar eine Neuorientierung in programmatischer und personeller Hinsicht angestrebt und war wahl auch aufgrund ihrer aktuellen Stellung innerhalb des Parteiensystems von dem Odium befreit, ein Satellit der CDU/CSU zu sein. Sie konnte und wollte jedoch ihren sozialstrukturellen Standort nicht abschiitteln: Besitz und Bildung blieben nach wie vor die wichtigste soziale Basis der FDP-Mitgliederschaft.

In Bonn regierte Adenauer mit der abgespaltenen FDP-Gruppe weiter, die FDP seIber foigte dem BHE in die Opposition. Durch die Auseinandersetzungen mit der CDU/CSU hatte die FDP zwar ihre Unabhangigkeit gewahrt, sich selbst aber in eine Parteikrise mit der Folge regionaler Auflasungstendenzen, der Abspaltung oder Resignation bis dahin 36 fiihrender Parteifunktionare und dem halb unfreiwilligen Wechsel in die Opposition gebracht. Es war damals zu befiirchten, daB die FDP in einem an die Substanz gehenden ErosionsprozeB gegeniiber der immer weiter ausgreifenden Volkspartei CDU/CSU unterliegen wiirde.

Die Abstimmung hieriiber verb and Genscher fUr viele iiberraschenderweise mit seinem Verbleiben im Amte des Parteivorsitzenden. Dieses ungewohnliche Engagement deuteten Beobachter koalitionspolitisch: Wenn Schmidt sich nicht in gleicher Weise bei der SPD durchsetzen wiirde, sei ein Beleg fUr die Regierungsunfahigkeit der Sozialdemokraten erbracht. Wie labil dennoch die innere Lage der FDP war, wurde in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sorgenvoll registriert, denn dort viel auf, daB die Abstimmung des KaIner Parteitages iiber die Nachriistung ,,35 Prozent als Gegner der Nachriistung auswies".

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