Emotion, Kommunikation, Konflikt: Eine historiographische, by Robin Kurilla

By Robin Kurilla

​Robin Kurilla zeigt, dass Emotionen als soziale bzw. kommunikative Konstrukte in verschiedenen Kulturen auf je eigene paintings und Weise als Medien des Konflikts fungieren. Vom Standpunkt einer mit Heidegger angereicherten model der plessnerschen Anthropologie werden Konflikt- und Emotionstheorien von Aristoteles bis Luhmann einerseits als Analyseinstrumente und andererseits als Teile derjenigen sozialen Prozesse betrachtet, die sie zu beschreiben und erklären bestrebt sind. Auf dieser Grundlage erstellt der Autor eine kommunikationstheoretische Begriffsstruktur für Emotion und Konflikt, deren Konturen durch eine kulturvergleichende Studie zur kommunikativen Konstruktion von Emotion und Konflikt in San Sebastián, dem Ruhrgebiet und Bali detailliert nachgezeichnet und mit empirischen Inhalten gefüllt werden.

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Vestibularisstorungen sind keineswegs so seltene und keineswegs nur auf das Arbeitsgebiet der Otologen beschrankte Vorkommnisse, wie guy das aus der geringen Beachtung schlie Ben konnte, die sie in der nichtotologischen Literatur bisher gefunden haben. In unserer Poliklinik, in der auch aIle stationiir behandelten Kranken durch die Erstuntersuchung erfaBt werden, ergab eine Ausziihlung der Jahre 1957 und 1958 unter 12363 Zugiingen 833 Kranke, additionally quick 7% mit objektiven Vestibularis storungen.

Die rationelle Auswertung der Kohlen als Grundlage für die Entwicklung der nationalen Industrie

Zweck vorliegender Studie ist es, die Aufmerksamkeit weiterer Kreise auf die wachsende Bedeutung der Kohle und ihre industrielle Auswertung zu lenken, zunachst die Erzeugung' und Verwendung dieses wichtigsten aller Naturprodukte an der Hand historischer und statistischer Daten zu besprechen und auf Grund tecbnischer Erlauterungen nachzuweisen, dafi die rationelle Auswertung der Rohkohlen durch Vergasung die Entwicklung und Wettbewerbsfahigkeit unserer Industrie iiberaus giinstig beeinflufit hat; ferner auf Grund wirtschaftlicher Erwagungen darzutun, dafi der Fortschritt der Technik es Deutschland ermoglicht hat, trotz des rasch wachsenden Verbrauches den nationalen Bedarf an Brennmaterialien nahezu unabhangig yom Auslande zu befriedigen und in den Edelprodukten der Kohle neue Brauchlichkeiten und eintragliche Exportformen zu finden, die bei vermehrter Erzeugung den internationalen Wertaustausch unseres Landes und seine nationale Bediirfnisbefriedigung giinstig zu beeinflussen vermogen.

Die Strafe I: Frühformen und Kulturgeschichtliche Zusammenhänge

Die bedeutendste Vorarbeit zur Geschichte der Strafe haben bei uns Germanisten, HEINRICH BRUNNER, OTTO VON GIERKE, KARL VON AMIRA, HANS FEHR und RUDOLF HIS geleistet. Ihr Interesse galt den Rechtsbildungen der nordischen Kultur, und sie haben aus allen Ecken und Enden Tatsachen herbeigetragen und Beziehungen auf gedeckt.

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So veranschlagen etwa die Makassar in Sulawesi bei ihrer Konzeption ‚körperlicher’ Leiden immer auch eine ‚spirituelle’ Komponente. 5 Organismus, Körper, Leib Der Körper hat einen festen Platz in emotionstheoretischen Diskussionen. Allein im Laufe ihrer jüngeren Geschichte seit dem späten 19. Jahrhundert hat er jedoch vielfach seine Gestalt verändert, so dass eigentlich von Körpern im Plural gesprochen werden müsste. Es herrscht nicht unbedingt Uneinigkeit zwischen den verschiedenen Lagern der Körperdiskussion, wohl aber Verwirrung darüber, was überhaupt gemeint ist, wenn von „Körper“ gesprochen wird.

Allerdings unterliegen sie nicht nur einer phylogenetischen, sondern auch einer ontogenetischen Entwicklung, bei der dem Faktor Kultur mehr Einfluss zukommt als Ekman ihm zuzusprechen geneigt ist. Dass der Organismus allerdings nicht an sich das Fühlen determiniert, zeigen schon die Experimente von Schachter und Singer (1962: 398), bei denen Probanden Adrenalin verabreicht wurde. Die daraufhin eintretenden physiologischen Manifestationen des Adrenalins wurden dem Wissensstand entsprechend entweder als Ärger oder als Folge der Adrenalininjektion empfunden.

Es lässt sich natürlich auch neurowissenschaftlich rekonstruieren, welche Hirnregionen an der Behandlung von Emotion als Vorhandenem beteiligt sind, wenn diese Herangehensweise auch letztlich angewiesen bleibt auf Angaben oder zumindest Annahmen über die ihren Versuchspersonen zuhandenen Emotionen. Mit der Fokussierung des Zuhandenen als Ausgangspunkt der verschiedenen Betrachtungsweisen soll also nicht etwa der Bereich naturwissenschaftlicher Wege des Herangehens an das Zuhandene eingeschränkt werden, während sich die Geistesund Sozialwissenschaften mit Emotionen als Vorhandenem wie bspw.

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